Alkohol-, Drogen- und Waffentest

Toll diese moderne Kriminalistik. Drogen- und Alkoholtests sind dem Laien schon lange bekannt. Jetzt gibt es auch einen Waffentest, zumindest bei der HNA:

Screenshot des HNA.de-Artikels vom 06.09. 2012

160 Polizisten aus zehn Bundesländern waren im Einsatz, um Autofahrer auf Alkohol, Drogen und Waffen zu testen.


Gefunden hier:
HNA.de vom 06.09.2012: Polizei testete Autofahrer auf Alkohol und Drogen – Lange Staus


Lokalzeitungskritik.de hat mit Rainer Miteilsahm, Polizeisprecher der Polizeidirektion Ronshausen-Machtlos (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), über den Waffentest gesprochen.

lokalzeitungskritik.de: Wie funktioniert denn dieser Waffentest?

Reiner Miteilsahm: Genaugenommen gibt es mehrere Arten des Tests. Da gibt es einerseits einen Wischtest.

lokalzeitungskritik.de: Ähnlich dem Wischtest bei Drogen?

Reiner Miteilsahm: Richtig. Der Teststreifen im Wischtest reagiert auf Schmauchspuren an den Händen.

lokalzeitungskritik.de: Damit werden aber nur Benutzer einer schon einmal verwendeten Handfeuerwaffe positiv getestet oder?

Reiner Miteilsahm: Auch das stimmt. Deshalb bevorzugen wir den Handschuhtest. Mit diesem können wir auch das illegale Führen von bisher ungenutzten Handfeuerwaffen, sowie viele Hieb- und Stichwaffen testen.

Im weiteren Verlauf des Interviews erklärte der 44-jährige Polizeihauptkommissar: „Hierbei fordert ein Beamte mittels Fehdehandschuhschlag den Verdächtigen zu einem Duell heraus. Beide positionieren sich 50 Meter von einander entfernt. Der zweite Beamte zählt von drei runter. Getestet wird, wer schneller die Waffe zieht.

lokalzeitungskritik.de: Und was sagen die Testresultate?

Reiner Miteilsahm: Meistens steht das Testergebnis schon vor Beendigung des Experiments fest. Viele Waffenbesitzer würden nervös an ihrem Gürtel herumnesteln. Andere greifen zielstrebig in einen ihrer Socken, meistens verwechseln sie dabei aber das Bein, der berühmte Vorführeffekt bei einer 50-50-Chance. Viele haben dann wie Jens Lehmann bei der WM 2006 nur einen weißen Zettel in der Hand, manche aber auch ein Päckchen Drogen.

lokalzeitungskritik.de: Gegenüber dem Wischtest ist hier aber das Verletzungsrisiko sehr hoch, oder?

Reiner Miteilsahm: Früher war diese Art des Waffentests bei den Kollegen eher unbeliebt, weil sehr Personalintensiv. Seitdem wir aber Schutzwesten benutzen, gab es keine erwähnenswerten Zwischenfälle mehr.

lokalzeitungskritik.de: Vielen Dank für die ausführlichen Informationen und den Auftritt in diesem rein fiktiven Interview!